Heeresfeldbahnübung „Muskauer Forst 2011“

16.-18. September 2011

Nach Ende des Ersten Weltkrieges gelangten im Zuge der Demobilisierung zahlreiche Fahrzeuge aus Heeresfeldbahnbeständen in die zivile Nutzung. Auch die Waldeisenbahn Muskau konnte so ihr rollendes Material mit Lokomotiven und Wagen aufstocken. Von diesen sind heute noch die Brigadelok 99 3317 sowie 8 Brigadewagen der WEM-Baureihe 03 betriebsfähig im Bestand.

Mit der „Heeresfeldbahnübung“ wurde ein Einblick in den Manöveralltag der Eisenbahnpioniere um 1900 gegeben. Eine Ausstellung im Museum „Anlage Mitte“ der Waldeisenbahn beleuchtete die Geschichte der Entstehung der Eisenbahntruppen und die Historie der Fahrzeuge. Abgerundet wurde die „Heeresfeldbahnübung Muskauer Forst“ durch den Auftritt von militärhistorischen Vereinen und einem Feldlager auf dem Museumsgelände.


Feldpostkarte


Fr, 16. September

Als Auftakt der Veranstaltung fuhr am Freitagvormittag ein Fotozug, gebildet aus 5 Brigadewagen, einem Langholzpärchen und gezogen von 99 3317 alias „HF 1914“, bis zum Halbendorfer Wechsel, wo die Vermessungsabteilung eine neue Bahntrasse absteckte. Auf der Rückfahrt wurde an der Grube Philippine bei der Forster Unterführung Wasser genommen. Ab Mittag trafen die militärhistorischen Vereine am Museumsgelände ein und bezogen das Feldlager. Um 15 Uhr öffnete dann das Museum seine Pforten für die Besucher und gegen Abend fuhr der Heeresfeldbahnzug, ausschließlich mit Uniformierten besetzt, noch einmal bis Kromlau. Der Abend klang mit einem gemütlichen Beisammensein aus.


Sa, 17. September

Der Samstag begann stilecht mit einem Morgenappell. Im Verlauf des Tages wurden verschiedene Szenen eines Manövers der Eisenbahnpioniere nachgestellt. So mussten zum Beispiel Güter umgeladen, Waggons verschoben und „Verwundete“ gerettet werden. Auch die Vermessungsabteilung trat wieder in Aktion. Für die Besucher bestand die Möglichkeit, in einem Begleitzug – gezogen von 99 3312 – zu den einzelnen Stationen zu gelangen. So fuhr der Zug nach Kromlau, bis zur Beierweiche oder auch nach Bad Muskau. Das „Feldlager“ und die Ausstellung im Museum standen ganztags zur Besichtigung offen. Am Nachmittag stellten sich die Aktiven zu Gruppenfotos auf.


So, 18. September

Auch am Sonntag durfte der Morgenappell nicht fehlen. Anschließend lösten die Eisenbahnpioniere wieder verschiedene Aufgaben, wie z.B. das Beseitigen von Hindernissen im Gleis oder den Abtransport von „Verletzten“. Am Nachmittag klang die Heeresfeldbahnübung „Muskauer Forst 2011“ aus. Die positive Resonanz bei den Gästen und Besuchern war Bestätigung für das Konzept und den Ablauf der Veranstaltung.


Fotos: U. Bachmann, C. Glaß, R. Glaß, B. Krasel, H. Lichnok, R. Nicko, B. Rosenfeld, S. Schlenkrich, O. Urban

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