Ein neuer Bahnhof für Bad Muskau!

Wo einst Gleise zu Belieferung des früheren Moorbades lagen, soll nun eine Bahnstation für die WEM entstehen. Am 12.06.2015 wurde als erster Schritt der Restaurierung des Badeparkes der frisch sanierte Kuppelpavillon eingeweiht.


 

Umverlegung des Endpunktes im Badepark

Im Jahre 1992 wurde mit der Eröffnung der 4 km langen Strecke zwischen Weißwasser und Kromlau der öffentliche Personenverkehr auf der Waldeisenbahn Muskau eingeführt. Schon ein Jahr später begann auch der Wiederaufbau der früheren Hauptstrecke nach Bad Muskau mit einer Länge von 7 km. Ziel war es, den berühmten Fürst-Pückler-Park zu erreichen. Bereits früher waren Waldeisenbahn und Park eng miteinander verbunden. Die Gleistrassen führten seit Gründung der Bahn durch Teile des Berg- und Badeparkes. Mit der Wiedererrichtung der Gleise auf originaler Trasse wurde nun die Möglichkeit geschaffen, dass die Besucher während einer Bahnfahrt einzigartige Ausblicke in diese Teile des Parkes genießen können.
Für die Anlage des Endpunktes in Bad Muskau gab es damals verschiedene Ideen. Die Errichtung eines Bahnhofes mitten im Badepark, direkt neben den Gebäuden des früheren Kurbades, war die favorisierte Variante. Zu diesem Zeitpunkt war dieses Areal jedoch noch für eine spätere Bebauung mit einer neuen Kureinrichtung vorbehalten und kam somit nicht in Frage. So fiel die Entscheidung zugunsten des jetzigen Bahnhofes am Rande des Badeparkes, welcher mit der Streckeneröffnung im Jahr 1995 in Betrieb ging.
Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen. Fürst-Pückler-Park und Waldeisenbahn haben sich inzwischen prächtig entwickelt. Jährlich strömen große Besucherzahlen nach Bad Muskau, denen der jetzige Endpunkt der Bahn mit seinen 2 Gleisen und einem kurzen Bahnsteig schon längst nicht mehr gewachsen ist. Gemeinsame Vision der Stiftung Fürst-Pückler-Park und der Waldeisenbahn Muskau ist es, bei der Umgestaltung des Badeparkes nach historischem Vorbild einen neuen Endpunkt für die Bahn zu integrieren. An der Stelle, wo einstmals Gleise zu Belieferung des früheren Moorbades lagen, soll nun eine Bahnstation mit drei Gleisen und zwei Bahnsteigen entstehen. Mit der Restaurierung der Gebäude im Badepark und der Wiederanlage historischer Wegebeziehungen wird so in den nächsten Jahren ein idyllisches Gesamtensemble entstehen und den weltberühmten Park weiter aufwerten.

Das Ausführungsprojekt ist genehmigt, die Ausschreibung und Vergabe des Vorhabens erfolgt. Den Zuschlag erhielten 2 Firmen aus der Region, die seit 15.08.2016 mit der Baustelleneinrichtung befasst sind. Die Realisierung erfolgt in 2 Bauabschnitten. Geplante Inbetriebnahme des neuen Bahnhofes im Badepark ist voraussichtlich Anfang Mai 2017.

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