Die Strecke nach Mühlrose

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Im Jahr 1966 verlängerte man die damalige Strecke 4 der Waldeisenbahn, um den
Neuaufschluss des Tonschachtes Mühlrose zu erreichen. Diese 5,5 Kilometer,
einschließlich des Halbendorfer Wechsels, waren der letzte Streckenneubau der
WEM und wurden am 15. Oktober 1966 von der DR übernommen. Seit dem 1. Januar
1978 betrieb die Ziegelei Weißwasser die 12,1 km lange Strecke bis Mühlrose
mit zwei V10C-Loks und WEM-Wagen der Reihe 01T. Die Einstellung der Produktion
in der Ziegelei Weißwasser 1991 bedeutete zugleich auch das Ende des
Werkbahnbetriebes. Da Instandhaltungsmaßnahmen in den letzten Betriebsjahren
unterblieben waren, befand sich die Strecke in einem desolaten Zustand. Nach der
Betriebseinstellung breitete sich die Vegetation entlang der Strecke rasch aus.
Nachdem die Strecke unter Denkmalschutz gestellt und in das Eigentum des Landkreises Weißwasser übergegangen war, konnten erste Instandsetzungsmaßnahmen durch den Verein WEM e.V. vorgenommen werden. Seit Mai 1997 wurden in großen Arbeitseinsätzen, auch mit ABM-Unterstützung, die Strecke von jahrelangem Bewuchs befreit, BÜ-beschilderungen erneuert bzw. aufgearbeitet, Dammunterspülungen beseitigt, beschädigte Schwellen und Kleineisen gewechselt, fehlende Weichen an der Trebendorfer Wasserstelle und der Übergabestelle Mühlrose eingebaut und das Gleis im Bereich der Forster Unterführung gehoben und trockengelegt. Heute ist die Strecke für Sonderfahrten freizügig befahrbar. Dabei werden das im Jahr 2000 wieder aufgebaute Anschlussgleis zur ehemaligen Grube Adolf, die Forster Unterführung mit dem Restloch der Grube Phillippine und das Überschneidungsbauwerk mit der Cottbus - Görlitzer Strecke passiert. Beliebte Fotomotive bei Fahrten mit historischen Güterzügen. WEM e.V., 2008 |



